VLN 9 2014 „If you want to finish first, you have to finish first“

Erstellt am 3. Dezember 2014

Winken    Heck-Startaufstellung

Zum 9. Lauf der Langstreckenmeisterschaft am 11. Oktober hatte sich das 2R Racing Team einiges vorgenommen. In den letzten Monaten wurde der grüne TT in vielen Details verbessert und ist trotz der 70 kg Zusatzgewicht gegenüber 2013 deutlich schneller geworden. Zur VLN 9 zündeten das Team und die Fahrer die nächste Ausbaustufe. Mit neuen, breiteren Reifen und Felgen auf der Vorderachse verbesserte sich das Fahrverhalten. Gleichzeitig schloss man durch einen Motorumbau leistungsmäßig zu den Top Teams in der Klasse SP3T auf. Sowohl die Mehrleistung als auch der gestiegene mechanische Grip waren ab der ersten Runde im Freitagstraining zu spüren. Das Auto fühlte sich sehr gut an, bis bei einem Boxenstop eine Ölundichtigkeit am Motor festgestellt wurde. Um keinen Folgeschaden zu riskieren, macht sich das Team sofort an die Ursachenforschung und beendete das Training vorzeitig. Zum Glück konnte die Ursache (lockere Schraube im Bereich Zylinderkopfdeckel) gefunden werden und so stand der grüne TT um 21:00 Uhr wieder startbereit in der Box.

Im Qualifying konnte das Team die ersten Früchte der Arbeit ernten: 9:05 min auf abbauenden Reifen waren eine wirklich gute Zeit.

Rudi Speich eröffnete das Rennen und konnte sich nach einigen Rangeleien in der Startrunde freischwimmen. Die erste Rennstunde war geprägt von vielen Gelbphasen. Der TT läuft einwandfrei. Allerdings stellt sich heraus, dass die weiche Michelin Mischung bei den herrschenden Temperaturen nach ca. 3 Runden spürbar abbauen. Mit den Mischungen muss man also noch etwas spielen. Beim fälligen Tankstop übernimmt Roland Waschkau den TT. Fahrer und Fahrzeug laufen zur Hochform auf und drehen mit 9:04 min eine neue schnellste Runde. Das hat richtig Laune gemacht und war eine Bestätigung für die gemachte Arbeit der letzten Wochen. Leider wurde dieser Vorwärtsdrang in Runde 16 jäh beendet. Beim Überrunden eines Clio bei der Anfahrt zum Galgenkopf scherte dieser zu früh auf die Ideallinie ein und traf den TT hinten rechts am Rad. Durch den heftigen Kontakt mit dem linken Vorderrad des Clio, knickt das Hinterrad des TT ab, der schlagartig bei 160 km/h nach rechts abbiegt. Gegenlenken zwecklos. Der Einschlag in die Leitplanken ist heftig. Zum Glück ist Roland Waschkau nicht verletzt.

Noch während Team und Fahrer versuchen, die Situation zu verdauen und den stark beschädigten TT verladen, kommt der Raeder TT RS, #331 am Abschlepphaken vorbeigerollt:„ If you want to finish first, you have to finish first„

Trotz allem: Die gezeigte Performance auf der Rennstrecke war eindrucksvoll und macht eindeutig Lust auf mehr. Nach einer näheren Begutachtung steht außerdem fest: der TT ist – mit einigem Aufwand – reparabel. Also: Auf geht’s!!

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